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Treppenbauer aus Polen

Renovierungsstufen aus Massivholz: alte Treppe erneuern ohne Abriss

Die Treppe ist stabil, aber abgenutzt? Renovierungsstufen aus 20 mm Massivholz legen sich über die alten Stufen – ohne Abriss, ohne Staub. Was sie können, für welche Treppen sie passen und welche Vorderkante Sie brauchen.

Stufen Konfigurator

Konfigurator mit Renovierungsstufe und Setzstufe als Elemente, Maßeingabe und Richtpreis brutto

Viele Treppen sind nicht kaputt, sondern nur müde. Der Beton ist stabil, die alte Holztreppe steht fest in ihren Wangen – aber Fliesen sind gesprungen, der Teppich ist durchgetreten, die Stufen sehen nach dreißig Jahren genau so alt aus, wie sie sind. Eine neue Treppe wäre die teuerste Lösung für ein Problem, das nur die Oberfläche betrifft.

Genau dafür gibt es Renovierungsstufen: dünne Massivholzstufen, die auf die vorhandene Treppe gelegt werden und ihre Vorderkante verdecken. In unserem Konfigurator können Sie sie inzwischen nach Maß bestellen und selbst montieren. Dieser Text erklärt, was eine Renovierungsstufe ist, für welche Treppen sie passt, wie Sie die richtige Vorderkante wählen – und über welche zwei Zentimeter kaum jemand spricht.

Was eine Renovierungsstufe ist – und was nicht

Eine Renovierungsstufe besteht aus zwei Teilen aus einem Stück Holz: einer 20 mm starken Trittplatte und einer nach unten verlängerten Vorderkante, ebenfalls 20 mm stark. Die Vorderkante legt sich vor die Kante der alten Stufe und verdeckt sie vollständig. Von vorn sieht die renovierte Stufe dadurch aus wie eine massive Blockstufe von 40 bis 70 mm – tatsächlich trägt sie nur 20 mm auf.

Renovierungsstufe im Konfigurator in der Seitenansicht: 20 mm Trittplatte mit nach unten verlängerter Vorderkante
Seitenansicht im Konfigurator: 20 mm Trittplatte, die Vorderkante verdeckt die alte Stufenkante.

Dazu gehört die Setzstufe, ebenfalls 20 mm stark. Sie sitzt hinter der Vorderkante der darüberliegenden Stufe, ohne Nut, und verdeckt die alte Stirnfläche. Zusammen ergibt das eine Treppe, bei der vom Altbestand nichts mehr zu sehen ist.

Was eine Renovierungsstufe bei uns nicht ist: eine Trägerplatte mit Dekorfolie oder 4 mm Furnier. Solche Systeme aus dem Baumarkt sind günstiger, lassen sich aber nicht abschleifen. Unsere Stufen sind durchgehend Massivholz – nach Jahren abschleifen, neu ölen oder lackieren, und die Treppe ist wieder wie neu.

Für welche Treppen sie passen

Die Grundregel ist einfach: Die Renovierungsstufe braucht eine vollflächige Auflage. Sie wird verklebt, nicht aufgehängt – unter ihr muss also eine tragende, ebene Fläche liegen.

  • Betontreppen – der klassische Fall. Egal ob gefliest, mit Teppich oder roh: Nach dem Entfernen des alten Belags und einem eventuellen Ausgleich ist Beton die ideale Unterlage.
  • Holztreppen mit Wangen – ebenfalls geeignet, solange die alten Stufen fest sitzen und nicht federn. Die Renovierungsstufe wird zwischen den Wangen eingepasst und auf die alte Stufe geklebt.
  • Stahltreppen – nicht geeignet. Stahlwangen und Stahlkragarme bieten keine vollflächige Auflage, und die Stufe würde über den Trägern schwingen.
  • Offene Treppen ohne Setzstufen – nur mit Einschränkung: Die Setzstufe braucht Platz hinter der Vorderkante, und die alte Stufe muss auf ganzer Tiefe tragen.
Konfigurator mit gewählter Stahlkonstruktion: die Option Renovierungsstufe 20 mm ist nicht auswählbar
Bei einer Stahlkonstruktion sperrt der Konfigurator die Renovierungsstufe automatisch – sie braucht eine vollflächige Auflage.

Eine Warnung zu alten Holztreppen: Eine Renovierungsstufe beseitigt kein Knarren. Wenn die Treppe knarrt, weil sich Stufen in der Wange bewegen, muss das vorher behoben werden – verschrauben, nachleimen. Arbeitet die Wange selbst, ist die Treppe kein Fall für eine Renovierung.

Eine Stufenbeleuchtung ist bei diesem System nicht vorgesehen – bei 20 mm Materialstärke bleibt kein Raum für eine saubere Kabelführung.

Welche Vorderkante: 40, 50, 60 oder 70 mm?

Die Höhe der Vorderkante wird von der Oberseite der Stufe bis zur Unterkante gemessen – die 20 mm der Trittplatte sind also darin enthalten. Die Vorderkante muss die Kante der alten Stufe vollständig verdecken. Daraus ergibt sich eine einfache Rechnung:

Benötigte Vorderkante = 20 mm + sichtbare Höhe der alten Stufenkante + etwas Reserve

Alte TreppeSichtbare KanteEmpfohlene Vorderkante
Betonstufe ohne Belag, gerade Kantekein Absatz40 mm
Betonstufe mit Fliesen oder Kantenprofil10–25 mm50 mm
Holzstufe 30–35 mm30–35 mm60 mm
Holzstufe 40–45 mm mit Überstand40–45 mm70 mm

Wichtig ist, was nach dem Entfernen des alten Belags übrig bleibt, nicht davor. Messen Sie deshalb erst, wenn Fliesen oder Teppich weg sind.

Auswahl der Vorderkante 40, 50, 60 oder 70 mm im Konfigurator mit Kantendetail der Renovierungsstufe
Die Vorderkante wählen Sie im Konfigurator – die Kantendetail-Ansicht zeigt, wie viel der alten Stufe verdeckt wird.

Die Vorderkante ist auch eine gestalterische Entscheidung. 40 mm wirkt leicht und modern, 70 mm gibt der Treppe die Anmutung massiver Blockstufen. Wo die alte Kante es zulässt, können Sie frei wählen – die Stufe wiegt bei 70 mm kaum mehr, weil nur die Vorderkante länger wird.

Die zwei Zentimeter, über die kaum jemand spricht

Jede Renovierungsstufe hebt die Lauffläche um 20 mm an. Solange das bei allen Stufen passiert, ändert sich an der Steigung dazwischen nichts. Anders an den beiden Enden der Treppe:

  • Unten wird die erste Stufe um 20 mm höher, weil der Fußboden darunter gleich bleibt.
  • Oben wird die letzte Steigung um 20 mm niedriger, weil der Boden im Obergeschoss nicht mitwächst.

Eine Abweichung von 2 cm spürt man beim Gehen, vor allem im Dunkeln und beim Hinuntergehen. Die Norm DIN 18065 lässt zwischen den Steigungen einer Treppe nur geringe Abweichungen zu. Es gibt drei übliche Lösungen:

  1. Neuer Bodenbelag oben – wird im Obergeschoss ohnehin Parkett oder Vinyl verlegt, gleicht dessen Aufbau die Differenz ganz oder teilweise aus.
  2. Austrittsstufe anpassen – die oberste Stufe wird ohne Auflage gelöst, etwa durch ein bündiges Abschlussprofil statt einer vollen Renovierungsstufe.
  3. Unten ausgleichen – ein neuer Bodenbelag unten verringert die Differenz an der Antrittsstufe.

Messen Sie vor der Bestellung alle Steigungen nach. Alte Treppen sind selten so gleichmäßig, wie sie aussehen, und die Renovierung ist der richtige Moment, kleine Unterschiede mit Ausgleichsmasse zu korrigieren.

Holzart und Oberfläche

Im Konfigurator stehen vier Holzarten zur Wahl: Eiche, Wildeiche, Europäische Esche und Buche. Eiche ist der Standard für stark genutzte Treppen – hart, ruhig in der Maserung, verzeiht Kratzer. Wildeiche zeigt Äste und Farbspiel und passt zu rustikalen und skandinavischen Einrichtungen. Esche ist hell, sehr elastisch und fast so hart wie Eiche. Buche ist gleichmäßig und günstig, reagiert aber stärker auf Feuchtigkeit – für Kellertreppen oder feuchte Hausflure ist sie nicht die erste Wahl.

Blockverleimte Treppenstufen aus massiver Eiche in der Werkstatt, gestapelt vor der Oberflächenbehandlung
Blockverleimte Eiche aus unserer Werkstatt – Massivholz über die ganze Stärke, kein Furnier auf Trägerplatte.

Bei der Oberfläche haben Sie vier Möglichkeiten: roh (Sie behandeln selbst), geölt im Naturton, lackiert im Naturton oder deckend lackiert in einer RAL-Farbe. Geölte Stufen lassen sich punktuell ausbessern, lackierte sind pflegeleichter und unempfindlicher gegen Flecken. Die deckende Lackierung ist vor allem für Setzstufen beliebt: weiße Setzstufen mit Eichenstufen sind der Klassiker der Treppenrenovierung.

Vom Aufmaß zur fertigen Treppe – in Kürze

Die Montage von Renovierungsstufen ist für geübte Heimwerker machbar. Der Ablauf in Kurzform:

  1. Alten Belag entfernen – Fliesen, Teppich, Kleberreste. Bei Holztreppen den alten Lack anschleifen, damit der Kleber haftet.
  2. Untergrund prüfen – trocken, tragfähig, eben. Unebenheiten im Beton mit Ausgleichsmasse beseitigen, lose Holzstufen verschrauben.
  3. Aufmaß – Breite, Tiefe und Höhe jeder Stufe einzeln. Bei schiefen Wänden oder gewendelten Stufen lohnt sich eine Schablone aus Karton.
  4. Konfigurieren und bestellen – Maße, Holzart, Vorderkante und Oberfläche im Konfigurator eingeben.
  5. Verkleben – von unten nach oben: erst Setzstufe, dann Trittstufe, vollflächig mit elastischem PU- oder MS-Polymer-Kleber. Die Stufe gut andrücken bzw. beschweren, bis der Kleber anzieht.
Konfigurator mit Renovierungsstufe und Setzstufe als Elemente, Maßeingabe und Richtpreis brutto
Trittstufe und Setzstufe als getrennte Elemente – der Richtpreis erscheint, sobald Maße und Ausführung eingegeben sind.

Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Fotos veröffentlichen wir in einem eigenen Beitrag.

Selbst verlegen oder verlegen lassen?

Renovierungsstufen aus dem Konfigurator sind für die Selbstmontage gedacht: Sie messen, bestellen, wir fertigen nach Maß und liefern. Das ist die günstigste Art, eine alte Treppe in eine Massivholztreppe zu verwandeln.

Wenn Sie die Treppe lieber fertig übergeben bekommen möchten – oder wenn die Betontreppe dickere Stufen, einen umlaufenden Überstand oder ein neues Geländer braucht –, übernimmt das unser eigenes Montageteam. Wann sich eine solche Verkleidung lohnt und was sie kostet, lesen Sie in unserem Ratgeber zur Betontreppe.

Ihre Treppe in wenigen Minuten konfigurieren. Holzart, Vorderkante, Oberfläche und Maße eingeben – Sie sehen sofort einen Richtpreis. Wir prüfen jede Konfiguration, bevor sie in die Fertigung geht.

Zum Konfigurator →

Häufige Fragen zu Renovierungsstufen

Wie dick sind Renovierungsstufen?

Die Trittplatte ist 20 mm stark, die nach unten verlängerte Vorderkante ebenfalls. Von vorn wirkt die Stufe je nach gewählter Vorderkante 40, 50, 60 oder 70 mm hoch. Die Setzstufe ist 20 mm stark.

Kann man Renovierungsstufen auf eine alte Holztreppe legen?

Ja, wenn die alten Stufen fest in den Wangen sitzen und vollflächig tragen. Knarren oder federnde Stufen müssen vorher behoben werden. Auf Stahltreppen sind Renovierungsstufen nicht geeignet.

Welche Vorderkante brauche ich?

20 mm plus die sichtbare Höhe der alten Stufenkante plus etwas Reserve. Für Beton ohne Belag reichen meist 40 mm, für alte Holzstufen von 40 mm braucht es 70 mm.

Verändert sich die Treppenhöhe?

Jede Stufe wird 20 mm höher. Zwischen den Stufen bleibt die Steigung gleich, aber die erste Stufe wird 20 mm höher und die letzte 20 mm niedriger. Das lässt sich über den Bodenbelag oder eine angepasste Austrittsstufe ausgleichen.

Was unterscheidet sie von Renovierungsstufen aus dem Baumarkt?

Unsere Renovierungsstufen sind durchgehend aus Massivholz und nach Maß gefertigt. Baumarktsysteme bestehen meist aus einer Trägerplatte mit Dekorschicht und lassen sich nicht abschleifen.

Mehr praktisches Wissen aus unserer Werkstatt: alle Ratgeber im Überblick.

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